Die wunderbaren Sommertage sind längst wieder da. Wie oft habe ich mich im vergangenen langen Winter danach gesehnt. Das Leben ist im wahrsten Sinne des Wortes leichter ohne die dicken Mäntel, Jacken und die schweren Stiefel. Ich liebe die langen Abende, an denen man draussen sitzen bleiben kann, ich bin eine begeisterte Schwimmerin im Freibad…
Magazin: 2018
«In letzter Zeit habe ich ab und zu bohrende Schmerzen auf der Aussenseite meines rechten Unterschenkels bekommen» berichtet die 49jährige Frau U., Typ-1-Diabetikerin seit 15 Jahren. «Und das Eigenartige daran ist, dass ich dann jedes Mal einen tiefen Blutzucker gemessen habe. Kann es sein, dass diese Schmerzen bei mir das erste Symptom einer Hypoglykämie sind?…
Sommer bedeutet Urlaubszeit. Doch bevor es losgeht, müssen die Koffer gepackt werden. Für einen Diabetiker gestaltet sich das in der Regel ein bisschen komplizierter als für einen Nicht-Diabetiker. Die Hälfte des Koffers plane ich jeweils für die Diabetes-Utensilien ein. Ich fliege für ein verlängertes Wochenende nach Barcelona? Okay, für diese Zeit benötige ich ein halbes…
Gefragt: Mein Arzt hat mir Traubenzucker (Dextro Energy®) empfohlen, falls ich in eine Unterzuckerung geraten sollte. Ich habe seit 15 Jahren Typ-1-Diabetes und erlebe hie und da eine Unterzuckerung. Wieso muss ich in diesen Situationen genau diese Tabletten schlucken und kann nicht irgendetwas zu mir nehmen, das auch Zucker oder andere Kohlenhydrate enthält, um den…
Das Wichtigste vorweg: Das HbA1c spiegelt die durchschnittlichen Blutzuckerwerte der letzten 90 Tage wieder. Die Messung des HbA1c hilft, das Risiko für die Entwicklung von diabetischen Spätschäden abzuschätzen. Das HbA1c gibt Auskunft über die Häufigkeit lange anhaltender Hyperglykämien. Das HbA1c kann keine Aussage über die Häufigkeit von Hypoglykämien machen. Neben dem HbA1c sind andere Messungen, welche…
Gut Ding will Weile haben – das gilt auch bei der Insulinherstellung: Etwa ein Jahr dauert es, bis das lebenswichtige Hormon biotechnologisch, d.h. mit Hilfe von Mikroorganismen, hergestellt ist und weltweit für mehr als 300 Millionen Menschen mit Diabetes zur Verfügung steht. Seit den 1920er-Jahren wird Insulin zur Behandlung von Diabetes verwendet. Es hat allerdings…
Bei schönem und trockenem Wetter, milden Temperaturen und längerem Tageslicht bewegen wir uns alle häufiger und länger im Freien als an kalten, nassen Wintertagen. Eine Untersuchung aus England, die mit Senioren durchgeführt wurde, konnte diese vermutete Tatsache sehr schön bestätigen und ausserdem aufzeigen, dass ältere Menschen, die einen Hund besitzen, deutlich häufiger zu Fuss unterwegs…
Im Sommer 2017 haben wir, die Abteilung Diabetologie am Luzerner Kantonsspital, zusammen mit SolidarMed das Projekt «Schwangerschaftsdiabetes in Tansania» gestartet. Das Projekt wird finanziell ermöglicht durch ESTHER Switzerland und koordiniert durch das DEZA. Diabetes in Afrika? In unserer Wahrnehmung ist Afrikas Gesundheit vor allem durch Infektionskrankheiten dominiert, allen voran HIV/AIDS und Malaria.…
In zahlreichen Regionen bestehen Elterngruppen diabetischer Kinder, bei deren Treffen nach Bedarf auch Fachpersonen (Diabetes- und Ernährungsberater/-innen, Ärzte/Ärztinnen etc.) mitwirken. Die Elterntreffs dienen als Plattform für Diskussionen und fördern den Austausch zwischen den betroffenen Eltern. Die Treffs richten sich sowohl an Eltern von neu diagnostizierten Kindern wie auch an Eltern, die schon längere Erfahrung mit…
Von diesen vier Frauen haben wir schon lange nichts mehr gehört. Doch sie treffen sich immer noch, gerade jetzt brauchen sie die gegenseitige Unterstützung; denn im Moment geht es allen nicht besonders gut. Irgendwie ist ihr Leben komplizierter, anspruchsvoller geworden. Deshalb schätzen sie die Treffen umso mehr! Bei E haben sich die Wohnsituation und die…
Über den diabetischen Fuss (oder auch diabetisches Fuss-Syndrom genannt) haben wir im «d-journal» in den letzten Jahren bereits mehrmals berichtet (z. B. in den Ausgaben Nr. 183, 206, 236, 238). Das Thema verdient aber nach wie vor nicht weniger Beachtung, da diese relevante Diabeteskomplikation leider oft verkannt und unterschätzt wird. Neben dem Diabetes mellitus spielen weitere…
«Die wiederholten nächtlichen Unterzuckerungen meines Mannes machen mir manchmal sehr zu schaffen.» – «Der Diabetes gehört in unsere Beziehung. Er gehört zum Alltag.» – «Meine Mutter geht vorbildlich um mit ihrem Diabetes, schaut immer auf ihre Ernährung und betreibt mehrmals in der Woche Sport.» – «Man steht daneben und weiss nicht, wie helfen.» – «Man…
Diabetesbetroffene, insbesondere Menschen mit «diabetischen Füssen» sollten ihren Füssen viel Zuwendung entgegenbringen. Ausgangspunkt zahlreicher Katastrophen sind nämlich oft Unachtsamkeiten im Alltag: kleine Verletzungen beim Entfernen von Schwielen; kleine Risse bei zu trockener Haut; Verbrennungen durch eine zu warme Bettflasche etc. Beim konsequenten Befolgen der hier besprochenen einfachen und billigen Empfehlungen zur Fusspflege können Sie sich…
Blutzucker (BZ)-Messungen gehören für die meisten Menschen mit Diabetes zum Alltag. Wie oft und wann gemessen werden soll, ist jedoch von Person zu Person sehr verschieden. Für bestimmte Fälle kommen auch neue Messmethoden durch Glukosesensoren in Betracht. Dieser Artikel soll dazu eine Übersicht geben. Kapilläre Blutzucker-Messungen Wer neu an Diabetes mellitus erkrankt oder schon länger…
Eigentlich hilft es mir ja, dass ich, dank meinem neuen Sensor, meinen Blutzucker Tag und Nacht überwachen kann, ohne dabei meine hornhäutigen Fingerkuppen zu belasten. Doch irgendwie bedeutet dieses neue System auch kontinuierlichen Stress. Für mich jedenfalls. Im einen Moment zeigt mir meine Insulinpumpe eine solide 6.8 an. Zufrieden und stolz packe ich sie weg…
Im Lehrberuf besteht bei Diabetes keine gesetzliche Informationspflicht gegenüber dem Arbeitgeber. Das Thema betrifft den Gesundheitszustand und damit die Privatsphäre eines Arbeitnehmers bzw. eines Bewerbers. Im Zusammenhang mit den nachfolgenden Punkten erweist sich ein möglichst offener Umgang mit dieser Erkrankung als empfehlenswert, insbesondere, weil dadurch sogenannte «win-win» Situationen ermöglicht werden. Auf Dauer ist die Geheimhaltung…
Tania Volery, heute 47jährig, hat seit 19 Jahren einen Diabetes mellitus Typ 1. Dieser kann die sportbegeisterte Frau aber nicht davon abhalten, in grossem Stil Wanderungen und Bergtouren zu unternehmen. Deshalb hat sie im Sommer 2016 keine Sekunde gezögert, als sich ihr die Gelegenheit bot, das Matterhorn zu besteigen. – Tania Volery berichtet selbst: [content_box…
Liebe Leserinnen und Leser, als neues Redaktionsmitglied ist es mir eine grosse Freude, mich mit diesem Editorial bei Ihnen vorzustellen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des «d-journals» für die freundliche Aufnahme im Team, bereits bei meiner ersten Redaktionssitzung durfte ich einen spannenden Austausch in angenehmem Rahmen erleben. Neben dem Reisen zählt das Lesen seit…
Bei der Behandlung des Typ-2-Diabetes hat man in den vergangenen Jahren von einem für alle Diabetikerinnen und Diabetiker gleichen, quasi fixen Therapieschema klar Abstand genommen. Die in der heutigen Zeit zur Verfügung stehenden Medikamente und Insuline ermöglichen es, dass bei jedem Patienten und jeder Patientin individuell passende Therapieziele festgelegt und insbesondere auch Vor- und Nachteile…
In der Schweiz sind achtzehn verschiedene Insuline auf dem Markt. Von sehr rasch wirksamen bis hin zu sehr lang wirkenden steht heute eine grosse Anzahl Insuline zur Verfügung. Im Folgenden soll ein einfacher Überblick über die in der Schweiz aktuell zugelassenen und erhältlichen Insuline gegeben werden. Bewusst wird dabei auf Empfehlungen zu einzelnen Insulinen verzichtet.…
Gehört: «Meine Mutter bekommt im Pflegeheim oft wirklich kein gesundes Essen», beklagt sich die 64jährige Frau U. bei ihrem Arzt anlässlich des letzten Besuchs. Sowohl sie selbst wie auch ihre 89jährige Mutter haben einen Typ-2-Diabetes. Frau U. ist deshalb auf das Essen «sensibilisiert». «Da gab es doch letzthin Rösti und Spiegeleier, dann Gschwellti und Käse.…
Seit mein Diabetes entdeckt wurde, wird mir gelehrt, dass die Einnahme von Traubenzucker die beste Möglichkeit ist, einer Unterzuckerung entgegenzuwirken. Heute bin ich schon so weit, dass ich eine richtige Aversion gegen dieses Zeug entwickelt habe. Wenn ich mitbekomme, wie die Apothekerin einem Kind einen Traubenzucker anbietet oder wie einem an Schulen beigebracht wird, dass…
Rita Bächtold-Bugari hat Diabetes Typ 1 seit Ende 1982. Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und soeben Grossmutter geworden. Seit mehr als 30 Jahren wohnt sie im Tessin. Sie besitzt einen ausgebildeten Diabetikerwarnhund und war kürzlich wieder sehr froh darum, weil ihr Hund sie so gut warnte, als der Blutzucker in die Tiefe entgleiste. Und…
Die Diabetikerfraktion stellen wieder Hampi (53) und ich (36). Beide sind Typ-1-Diabetiker, spritzen mit Pen und Messen mit dem Freestyle Libre. Hampi nutzt als Basalinsulin morgens und abends Lantus, ich spritze morgens Tresiba. Für die Kohlenhydrate ist bei beiden NovoRapid dabei. Ich starte in einer eher «schlechten» Diabetesphase mit relativ hohem Insulinbedarf in die Hochtour.…
dmf/ Dies ist die 250. Ausgabe unseres «d-journals» – ein Herzstück der Diabetes-Gesellschaft. In jeder Hinsicht ein Grund zum Feiern. Hinter all diesen Ausgaben steht immer die Handschrift von Myrtha Frick, welche nach fast 44 Jahren mit dieser Nummer Ihren wohlverdienten Abschied nimmt. Unzählige Stunden hat sie mit Leib und Seele für das Journal aufgewendet.…
… aus der Sicht unserer Redaktorinnen und Redaktoren Vor 66 Jahren begann meine Ausbildung zur Arztgehilfin-Laborantin bei Dr. med. Georg Constam in Zürich, dem damals einzigen Diabetologen in der deutschen Schweiz. Eine Arztgehilfinnenschule existierte in Zürich noch nicht. In Genf lehrte und praktizierte aber bereits seit etlichen Jahren der Diabetologe Prof. Dr. med. Eric Martin und…
Interview mit Prof. Marc Donath Herr Professor Donath, was erwarten Sie als nächste Schritte zur weiteren Verbesserung der Therapie des Typ-2-Diabetes? In den letzten Jahren hat man neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie der Typ-2-Diabetes entsteht und sich weiterentwickelt. Die Insulinresistenz wird nicht mehr zwingend als etwas durchwegs Negatives angesehen. Sie schützt das Gewebe möglicherweise vor…
Wie neue Technologien die Diabetesbehandlung verbessern Die neusten Entwicklungen in der Behandlung des Diabetes Typ 1 mittels Glukosesensoren und Insulinpumpen werden kurzfristig zu einer Verteuerung der Therapie führen. Im Gegenzug wird sich jedoch auch die Lebensqualität der Patienten deutlich erhöhen. Die langfristig gute Einstellung des Blutzuckers und das Vermeiden von Folgekomplikationen werden zudem in den…
Jede Zeitschrift hat ihr Zielpublikum, das angesprochen werden soll. Im Falle des «d-journals» sind Sie das, die als Diabetesbetroffene oder Angehörige in möglichst umfassender Weise über die verschiedenen Aspekte der Zuckerkrankheit und deren Behandlung auf dem Laufenden gehalten werden müssen. Dabei sollen Ihnen nicht nur Kenntnisse über neue Entwicklungen im Bereich des Diabetes vermittelt werden.…
Ist es möglich, dass die weltweit starke Zunahme von Diabetes durch Umweltchemikalien mitverursacht wird? Diese Frage wird immer wieder gestellt, wenn es um die Ursachen für den rapiden Anstieg der Zuckerkrankheit und ihrer Vorstufen geht. Insbesondere sogenannte Stoffe mit hormonähnlicher Wirkung (sogenannte endokrine Disruptoren, abgekürzt EDC’s) wie z. B. das Bisphenol A, bestimmte Pestizide oder Weichmacher…
Die Möglichkeiten, den Diabetes medikamentös zu behandeln – mit oder ohne Insulin – werden immer zahlreicher. Neue, aus bekannten Substanzklassen weiterentwickelte Medikamente warten in der Pipeline. Aber auch Wirkstoffe mit ganz neuen Eigenschaften werden in absehbarer Zukunft unser therapeutisches Armentarium (Instrumentarium) bereichern. Die Reise geht weiter … Wiederholt haben wir im «d-journal» über die GLP-1-Analoga berichtet.…
Gefragt: «Ich habe gelesen, dass man als Diabetiker unbedingt mindestens 150 Minuten pro Woche Sport treiben sollte. Ich bin aber ein Bewegungsmuffel und schaffe das sicher nicht. Müssen das wirklich 150 Minuten sein? Nützt weniger nicht auch etwas?», fragt der 50jährige Herr L., der übergewichtig ist und an Typ-2-Diabetes leidet. Geantwortet: 150 Minuten, idealerweise verteilt…
Dass man im Falle einer Unterzuckerung Kohlenhydrate zuführen muss, ist sowohl den Diabetesbetroffenen als auch deren Angehörigen hinreichend bekannt. Wenn jedoch eine schwere Unterzuckerung zu einer Bewusstlosigkeit geführt hat, dürfen in keinem Fall Kohlenhydrate als Festnahrung oder zum Trinken gegeben werden. Für diesen Notfall gibt es schon seit Jahren ein Notfallset mit Glukagon. Glukagon ist…
Das Wissen ist nicht neu: Schon 1983 (!), Ausgabe Nr. 42, haben wir im «d-journal» davon berichtet und 2014 (Ausgabe Nr. 230) das Thema noch einmal aufgegriffen: Der Glukosegehalt der Tränenflüssigkeit widerspiegelt die Konzentration des Blutzuckers. Heute sind wir einen Schritt weiter: Forscher aus Südkorea haben dieses Wissen ausgenutzt und vor kurzem eine weiche Kontaktlinse…
Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats, deren Fortschreiten bis zum Zahnverlust führen kann. Sie wird in leichter bis moderater Form bei den meisten Erwachsenen gefunden. An einer schweren Parodontitis leiden weltweit etwa 5 bis 20 %. Diabetes und Parodontitis sind komplexe chronische Erkrankungen, die wechselseitig aufeinander wirken. Wie entsteht Parodontitis? Im Mund gibt es immer…
Bericht über ein zukunftweisendes Projekt in Südostasien. Interview mit der Diabetologin, Dr. med. Madeleine Straumann: Kambodscha ist weit weg – wie kommt es, dass Sie sich gerade für dieses Land interessieren? Kambodscha hat eine grossartige Vergangenheit: die wunderbaren Tempel von Angkor Wat sind Zeugen des Khmer-Reichs in den Jahren 800-1400, einer blühenden Hochkultur. Kambodschas Gegenwart…
Im Frühjahr 2018 haben wir unsere Leserinnen und Leser mit einem Fragebogen um eine Beurteilung des «d-journals» gebeten. Gesamthaft wurden 589 Antworten zurückgeschickt. Das entspricht etwa 4,5 % der Empfänger des «d-journals». Leserumfrage
Diese vier Frauen haben sich wieder einmal getroffen. Sie haben den Termin schon lange geplant, ihn aber kurzfristig auf einen Abend verschieben müssen. Alle sind in ihrem Alltag im Moment etwas gar eingespannt. Sie kommen auch in ein Alter, welches Veränderungen mit sich bringt. Für viele Frauen heissen diese Jahre der Veränderung auch Wechseljahre. E.…
«Regelt die Pumpe meine Insulintherapie und ich muss mich nicht mehr um den Diabetes kümmern?», eine häufig gestellte Frage und gleichzeitig ein weit verbreitetes Missverständnis. Eine Insulinpumpe übernimmt nicht als Computer «automatisch» die Diabetestherapie, bietet aber einige Vorteile. Am offensichtlichsten entfallen unter Anwendung der Pumpe die täglichen Insulin-«Spritzen». Dies ist aber längst nicht der einzige…
Gefragt: «Seit einem halben Jahr habe ich stärkste Schmerzen wegen eines sogenannten ‹Impingementsyndroms› der linken Schulter», berichtet die 52jährige Frau Wohler, die seit 27 Jahren an einem Typ-1-Diabetes leidet. «Selbst Kortisonspritzen in das Gelenk haben nichts genützt. Könnte es sein, dass die Schulterschmerzen mit dem Diabetes zusammenhängen?» Geantwortet: Grundsätzlich unterscheidet man zwischen degenerativen und entzündlichen…
Wie die meisten Studentinnen und Studenten bin auch ich häufig knapp bei Kasse und muss schauen, dass ich irgendwie zu Geld komme. Dafür bieten sich natürlich die dreimonatigen Semesterferien im Sommer ideal an. So kam es, dass ich im Juli über mehrere Wochen in einer Käse-Fabrik am Fliessband stand und die Produkte in Kisten einpackte.…
Kevin Brady ist 61 Jahre alt und hat Diabetes Typ 2. Seit 2016 ist bei ihm der Diabetes bekannt. Als Betroffener weiss er, wie sehr diese Erkrankung mit ihren Herausforderungen das Alltagsleben beeinflussen und beeinträchtigen kann. Der regelmässige Kontakt mit anderen Diabetiker/-innen hat ihm nach der Diagnosestellung vieles erleichtert. Deshalb ist er der Ansicht, dass der…
Besonders im Sommer sind rohe Gemüse und Salate beliebt und gesund – mit Ausnahmen. Nicht alles, was die unbehandelte Natur hergibt, ist für uns bekömmlich. Alle grünen Bohnensorten (Stangenbohnen, Höckerli, Brechbohnen, Buschbohnen, Prinzessbohnen und auch die gelben Wachsbohnen) enthalten einen giftigen Stoff, Phasin, der zu Durchfall und Erbrechen führen kann, der aber beim Kochen zerstört…
(Kurzfassung eines Referats vom 4. November 2017 von Julia Schärli, BSc BFH, Ernährungsberaterin SVDE) «Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler» – das Sprichwort ist allgemein bekannt. In meinen Beratungen werde ich immer wieder mit dieser «Lebensweisheit» konfrontiert. Wer das Frühstück weglässt und abends dafür üppig oder gar masslos…
Schon seit Mitte März sind Rhabarbern im Angebot, schöne, leuchtend rote Stängel. Sie kamen zu Beginn noch aus ausländischen Treibhäusern. Nun aber ist Hochsaison für unsere einheimischen Rhabarbern, die sie in vielen köstlichen Gerichten geniessen können. Der Rhabarber stammt ursprünglich aus dem Himalaya. Er gelangte im 16. Jahrhundert über Zentralasien nach Russland und Jahre später…
Ernährungsformen mit eingeschränkter Kohlenhydratzufuhr werden im Allgemeinen selten empfohlen, auch nicht für «gesunde» Typ-2-Diabetiker, denn es existieren dazu kaum Langzeitstudien. Trotzdem gibt es verschiedene Stoffwechsel-Untersuchungen an kleinen Gruppen und über begrenzte Zeiträume, welche bei Typ-2-Diabetes auf Vorteile solcher Ernährungsformen hinweisen. Einige dieser Aspekte sollen im nachstehenden Text diskutiert werden. Begriffsdefinitionen Die in der Literatur verwendeten…
… ist ein altes deutsches Sprichwort; und ebenso alt ist die Erfahrung, dass ein «Appenzeller Alpenbitter» oder ein «Kräuterschnaps» hilft, wenn man zu reichlich gegessen hat. Für heilsame Bitterstoffe gibt es einen eigenen medizinischen Terminus: «Amara remedia». Dazu gehören z. B. gelber Enzianwurzel, Wermut, Hopfen, Chinarinde, Kräuter wie Tausendgüldenkraut, Bitterklee, Löffelkraut, Rosskastanie, Myrrhe. Das Wort bitter…
Nach 44 Jahren verabschiede ich mich mit diesem «d-journal» Nr. 250 von unseren Leserinnen und Lesern. Sich zurückziehen, wenn das Werk vollbracht ist, das ist der Weg des Himmels. (Lao Tse) Doch ich verabschiede mich mit einem köstlichen, betörend süssen Duft, mit der Vanille. Vanilla planifora ist eine Orchideenart; sie stammt ursprünglich aus Mexiko und…
Die Linsenpflanze ist eine uralte Kulturpflanze. Bereits in Pfahlbauhütten der Bronzezeit – z. B. am Bielersee – wurden Reste von Linsen gefunden. Im Alten Ägypten und im Vorderen Orient des 3. Jahrtausends v. Chr. wurden sie kultiviert. Auch die Griechen kannten Linsen, schätzten sie aber wenig. Nach Rom hingegen wurden aus Ägypten beträchtliche Mengen Linsen exportiert. Der…
Das «sicher» im Titel hat eine doppelte Bedeutung: «Sicher» darf Süsses vorkommen in unserem Essen. Der Umgang mit Süssem sollte gesundheitlich aber «sicher» sein. Was ist es denn eigentlich, was den Zucker so einzigartig macht? Natürlich die Süsskraft. Er ist ein kohlenhydrathaltiges Süssungsmittel. Dann seine Eigenschaften als Backzutat, nicht zuletzt ist er wichtig (und günstig)…
Wie der italienische Name sagt, stammen Broccoli (lateinisch Brassica oleacea italica) aus Italien. Im Süden der Italienischen Halbinsel wurden sie schon von den «Alten Römern» als «Pompejanischer Kohl» kultiviert und geschätzt. In unseren Breitengraden sind Broccoli hingegen noch keine hundert Jahre lang bekannt; heute aber eines der beliebtesten Gemüse. Dank der italienischen Einwanderer, die in…
355 Tipps und viele Rezepte gegen Food Waste. Von Gabriela Seidl, 320 Seiten, Betty Bossi AG, Zürich, 2018, Fr. 36.90, für Betty-Bossi-Abonnenten, CHF 29.90, ISBN 978-3-03815-110-4. Im Betty Bossi-Shop oder Buchhandel erhältlich. Der sorgsame Umgang mit Lebensmitteln liegt mir am Herzen, habe ich doch in meiner Kindheit die Rationierung während und nach dem Zweiten Weltkrieg…
Von Lina Meruane, Aus dem Spanischen übersetzt von Susanne Lange, Deutsche Erstauflage 2018. Arche Verlag, Hamburg und Zürich. 208 Seiten. Gebunden. Auch als E-Book erhältlich, CHF 28.90. ISBN 978-3-03875-091-8. Inhalt: Lucina, genannt Lina, ist eine junge Diabetikerin. Sie arbeitet als Schriftstellerin in New York und führt ein weitgehend sorgloses Leben. Vom Diabetes sind ihre Augen…
Die besten Tipps zum Vorbeugen und Behandeln Von Dr. med. Karl Scheidegger, 256 Seiten, Broschur, 1. Auflage, April 2018, CHF 39.–. ISBN 978-3-03875-091-8. Der neue Beobachter-Ratgeber «Souverän durchs Leben mit Typ-2-Diabetes» zeigt, wie man die Zuckerkrankheit mit den richtigen Massnahmen in den Griff bekommt. Diabetes kann jeden und jede treffen. Neueste Zahlen zeigen, dass in…
Von Artischocke bis Zichorie, Rezepte für Gesundheit und Genuss Von Manuela Rüther, 240 Seiten, über 100 Farbfotos von Manuela Rüther, AT-Verlag 2016, CHF 35.90, ISBN 978-3-03800-924-5. Im Buchhandel erhältlich. Bitter erlebt eine Renaissance, kulinarisch und gesundheitlich. Während aus unserem Kulturgemüse die Bitterstoffe fast gänzlich herausgezüchtet wurden, kennt vor allem der Süden Europas interessante Bittergemüse und…
Von Erica Bänziger, 144 Seiten, 30 Foodfotos (Andreas Thumm, Freiburg i.Br.) und viele durchgehend vierfarbige Produktebilder, FONA-Verlag AG, Lenzburg 2016, CHF 29.90. ISBN 978-3-03780-600-5. Im Buchhandel erhältlich. Das Jahr 2016 war von der UNO zum Jahr der Hülsenfrüchte ernannt worden. Aus diesem Grund erzählte ich Ihnen in unserer Nr. 242 (Oktober 2016) allerlei Wissenswertes über…
Wer wegen des Diabetes oder einer anderen Erkrankung oder Behinderung eine Sehbeeinträchtigung hat oder ein herkömmliches Buch nicht mehr halten oder blättern kann, dem bietet die SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte ein breites Angebot an: Rund 40 000 Hörbücher, 4 000 E-Books, 6 000 Grossdruckbücher und über zwanzig Hörzeitschriften stehen zur Ausleihe bereit. Die Palette reicht von…
Von Hugh Fearnley-Whittingstall, 416 Seiten, 180 Fotos, AT-Verlag Aarau 2017, CHF 34.–. ISBN 978-3-03800-926-9. Im Buchhandel erhältlich. Täglich Früchte, diesen Rat des Autors möchten wir sehr gern weitergeben. Er ist der Meinung, dass Obst in der Küche eine viel zu kleine Rolle spielt und dass ausser zu bekannten Rezepten mit Früchten – Desserts, Kuchen, Tartes…
DIABETESSCHWEIZ (+ DIABETES STIFTUNG)
diabetesschweiz Rütistrasse 3a, 5400 Baden Tel. 056 200 17 90 Fax 056 200 17 95 Internet: www.diabetesschweiz.ch E-Mail: sekretariat@diabetesschweiz.ch Geschäftsführung: Christine Leimgruber Marketing und Projekte: Sascha Fisler Assistenz: Esther Wyss Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 8.00 – 12.00 Uhr Bestellen Sie aktuelle Informationen über Diabetes oder besuchen Sie unsere Website Sektionsnachrichten D J 261
Mehr Bewegung, gesünder essen, dadurch verbesserte Blutzuckereinstellung … das sind alles Begriffe, die den meisten Diabetes-Typ-2-Betroffenen bestens bekannt sind. Leider ist trotz guter Vorsätze das Umsetzen solcher wissenschaftlich begründeter Empfehlungen schwierig und bedarf bei nicht wenigen Leuten einer grösseren Portion Überwindung. Um dabei Hilfe und Unterstützung zu bieten, werden seit längerer Zeit in der ganzen Schweiz…
Am 4. November 2017 wurde Jeanine Tinguely, Catherine Seydoux und Christiane Vuagniaux anlässlich des Deutschschweizer Diabetikertages in Aarau der Prix Servier 2017 überreicht. Um Diabetesbetroffene zu unterstützen, haben diabetesfreiburg, das Kantonsspital Freiburg und das Hôpital Intercantonal de la…
Die Schweizerische Diabetesgesellschaft (SDG) feierte im November 2017 ihr 60-Jahr-Jubiläum: aus einer losen Zusammenarbeit einiger Selbsthilfeorganisationen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist vor allem in den letzten Jahren eine bekannte und allseits akzeptierte und respektierte Patientenorganisation geworden. Dass die SDG heute so gut aufgestellt ist, ist vor allem dem unermüdlichen Engagement von Doris…
Über 150 Personen (Betroffene, Mediziner, Parlamentarier, hohe Beamte aus der Bundesverwaltung, Vertreter der regionalen Gesellschaften und der SDG) feierten am Donnerstag, 30. November in Bern 60 Jahre Diabetes-Dachorganisation in der Schweiz. Das Jubiläum konnte dank der Grosszügigkeit zahlreicher Sponsoren in den prachtvollen Räumlichkeiten des Hotels Bellevue Palace abgehalten werden. Der Anlass bot Gelegenheit, um die…
Nach 16 Jahren an der Spitze der Schweizerischen Diabetesgesellschaft (SDG) übergab Doris Fischer-Taeschler auf den 1. Januar 2018 das Amt der Geschäftsführerin an Christine Leimgruber. Für die neue Geschäftsführerin der SDG bedeutete dieser Stellenantritt gleichzeitig eine Rückkehr in ihre Heimatstadt Baden, wo sie vor 54 Jahren geboren worden war. Ihre berufliche Karriere brachte in den…
Als 1973 in einer noch ganz von Männern beherrschten Welt von der SDG beschlossen wurde, eine Zeitschrift für Diabetiker herauszugeben, hatte jemand eine verwegene Idee: eine Frau in die Redaktionskommission zu wählen! Es war eine Arztgehilfin und Laborantin, von der man wusste, dass sie sich wegen ihres breiten kulturellen Hintergrundes sprachlich sehr gut ausdrücken konnte.…
Gesunde Ernährung – Gesundes Leben Jeweils am 14. November ist Weltdiabetestag. Dieser wurde 1991 von der IDF (International Diabetes Federation) und der WHO (World Health Organisation) ins Leben gerufen und hat zum Zweck, die Menschen weltweit auf das zunehmend bedrohliche Gesundheitsproblem Diabetes aufmerksam zu machen. Mit der Aktion «Gesunde Ernährung – Gesundes Leben» war die…
Informationsveranstaltung für Diabetes-Betroffene Typ 1 und Typ 2 und für deren Angehörige Am 4. November 2017 organisierte die Schweizerische Diabetes-Stiftung (SDS) den bereits achten Deutschschweizer Diabetikertag. Der Publikumsanlass fand dieses Jahr im Kultur- und Kongresshaus in Aarau statt. Prof. Peter Diem (SDS) und Doris Fischer-Taeschler (diabetesschweiz) führten die rund 300 interessierten Besucherinnen und Besucher durchs…
Informationsveranstaltung für Diabetes-Betroffene (Typ 1 und Typ 2) und für deren Angehörige Samstag, 17. November 2018 | 8.30 – 13.00 Uhr | Ettore Rossi, Inselspital, Bern (Deutschschweizer Diabetikertag)
An diesem Tag soll weltweit auf Diabetes, seine Ursachen und seine Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen aufmerksam gemacht werden. Vor allem soll deutlich werden, dass Diabetes nicht das Problem einiger weniger ist, sondern dass immer mehr Menschen mit der Krankheit leben müssen. Nachstehend die Anlässe der regionalen Diabetesgesellschaften
Rund 30 Personen aus fast allen regionalen Diabetesgesellschaften haben sich am 8. und 9. Juni zur diesjährigen Präsidentenkonferenz und Delegiertenversammlung in Uvrier bei Sion getroffen. Der Präsident ad interim, Sven von Ow, begrüsste die Anwesenden und bedankte sich bei Alexandra Quarroz und Christian Kessler von der Association Valaisanne du Diabète für die Organisation. Das Hauptthema…
Um Diabetes-Betroffene beim Management ihrer Krankheit zu unterstützen, bilden sich kompetente Fachpersonen im Gesundheitsbereich weiter. Wer dahinter steckt und warum ein regelmässiger Besuch in der Diabetesberatung, Ernährungsberatung oder Fusspflege empfohlen ist, lesen Sie in unserem dreiteiligen «Special» zu den Fachpersonen. Zu Besuch bei Judith Pellet, Pflegefachfrau HF, diabetesostschweiz Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus? Zur…
Professor Peter Diem (67 Jahre), ein anerkannter Spezialist auf dem Gebiet der Endokrinologie und der Diabetologie, wurde am 9. Juni zum neuen Präsidenten von diabetesschweiz gewählt. Die Übernahme dieser Aufgabe kommt in einer schwierigen Phase des Dachverbands und der Regionalverbände. Professor Diems Diagnose: «Die Mehrheit der regionalen Diabetes-Verbände schrieb 2017 rote Zahlen. Und ihre Finanzlage…
Kinder verbringen viel Zeit in der Schule. Auch Remo, der seit seinem 5. Altersjahr Diabetiker ist und heute die Oberstufe besucht. Bald steht die Berufswahl an. Was dann? Remo möchte Polizist werden. Kein Problem, oder? Ein Leben mit der Autoimmunkrankheit Typ-1-Diabetes ist ein tägliches «Ringen» um die richtige Blutzuckereinstellung. Akute Gefahren durch Unter- oder Überzuckerungen…
Daten und Durchführungsorte der Ferienlager für diabetische Kinder und Jugendliche 2019 Alle Sommerlager stehen Teilnehmer/-innen aus allen Regionen offen. Bei Sport, Spiel und Spass und unter medizinischer Betreuung erleben junge Diabetiker/-innen, welche Möglichkeiten ihnen offen stehen. Aargauer Lager: Sa., 20. Juli bis Sa., 3. August, 4716 Gänsbrunnen SO Basler Lager: Sa., 20. Juli bis Sa.,…
Die Mittelmeer-Diät ist im Vergleich zu acht anderen Kostformen am besten geeignet, langfristig bei Menschen mit Typ-2-Diabetes die Blutzuckerwerte zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam. Die Forscher werteten die Daten von 4 937 erwachsenen Studienteilnehmern aus 56 Ernährungsstudien aus. Sie verglichen die Effekte von neun verschiedenen Kostformen…
In einer kleineren Untersuchung wurden von 97 Patienten mit Typ-2-Diabetes deren 47 während 12 Wochen mit einem hoch konzentrierten Pulver aus Broccolisprossen behandelt. Die restlichen 50 Probanden erhielten während dieser Zeit ein Pulver ohne Wirkstoff (ein sogenanntes Placebo). Es zeigte sich, dass der Extrakt aus den Broccolisprossen eindeutig in der Lage ist, den Blutzucker zu…
Beim Blutzuckermess-System Freestyle Libre® darf aufgrund der Zulassung der Sensor offiziell nur am Oberarm platziert werden. Allerdings empfinden einige Leute dies als störend: Der Knopf ist oft zu gut sichtbar und wird bei gewissen Bewegungen oder körperlichen Aktivitäten manchmal auch abgerissen. In einer belgischen Untersuchung, durchgeführt mit 23 Erwachsenen Typ-1-DiabetikerInnen, wurden alternative Sensor-Messstellen getestet. Dabei…

























































