AubergineWie die Kartoffel, die Tomate und die Gurke ist auch die Aubergine-Pflanze (Solanum melangana) ein Nachtschattengewächs. Sie stammt ursprünglich vermutlich aus Südostasien oder Indien.

Jedenfalls wird das Gemüse schon in altindischen Texten, sowohl in Bengali als auch in Hindustani und in Sanskrit, erwähnt; und das ältes­te Auberginen-Rezept steht in einem chinesischen Kochbuch aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. Griechen und Römer hingegen kannten das Gemüse offenbar nicht.
Nach Europa wurde die Pflanze durch die Araber nach Spanien gebracht. Vom spanischen «berengena» stammt der französische Name Aubergine. Die Engländer nennen sie «eggplant», Eierpflanze, weil die Früchte der asiatischen Urform nur die Grösse eines Hühnereis erreichten. Im mittelalterlichen Spanien war das Gewächs vor ­allem kräuterkundigen Alche­misten bekannt. Sie nannten sie «mala insana» (Wahnsinnsapfel oder toller Apfel), weil sie glaubten, das Gemüse raube einem den Verstand und wirke potenzsteigernd.

100 g Aubergine enthalten ca.:

92,7 g Wasser
1,0 g Eiweiss
0,2 g Fett
3,1 g verwertbare Kohlenhydrate
3,4 g Nahrungsfasern
Kalium 260 mg
Magnesium 13 mg
Calcium 10 mg
Folsäure 19 µg
Beta-Carotine 50 µg

Auberginen sollen auf alle Fälle wegen ihres Solaningehaltes nicht roh genossen werden. Sie haben jedoch gekocht, grilliert, gedämpft oder gebraten eine vielfältige Verwendungsmöglichkeit; und wegen ihrer Eigenschaft, Öle, Säfte und Gewürze zu absorbieren, eignen sie sich auch hervorragend für Kombinationen mit anderen Gemüsen und/oder Fleisch. Sie gehören in die provenzalische Ratatouille, in die türkisch-griechische Moussaka wie auch in die italienische Peperonata.
Uns schmecken Auberginen am besten grilliert: Aubergine längs in 5 – 6 mm dicke Scheiben schneiden, mit wenig Olivenöl bepinseln, mit Aromat bestreuen und auf dem Grill oder in der beschichteten Pfanne beidseits je 2 – 3 Minuten (je nach Dicke der Scheiben) garen.

Autor: Myrtha Frick