60 Jahre Diabetesschweiz

dmf/ Dies ist die 250. Ausgabe unseres «d-journals» – ein Herzstück der Diabetes-Gesellschaft. In jeder Hinsicht ein Grund zum Feiern. Hinter all diesen Ausgaben steht immer die Handschrift von Myrtha Frick, welche nach fast 44 Jahren mit dieser Nummer Ihren wohlverdienten Abschied nimmt. Unzählige Stunden hat sie mit Leib und Seele für das Journal aufgewendet. Dafür gebührt ihr unser herzlichster Dank. Auch Dr. med. Dirk Kappeler verlässt nach fast 15 Jahren die Redaktion. Wir danken ihm sehr für seinen Einsatz für das «d-journal» in all diesen Jahren. Und gleichzeitig übergibt Dr. Karl Scheidegger, nach 29 Jahren und 172 Nummern seinen «Posten» als «verantwortlicher Redaktor» an Dr. Alexander Spillmann. Auch Dr. Scheidegger ein herzliches «Vergelt’s Gott». Er bleibt dem «d-journal» aber glücklicherweise als Redaktionsmitglied erhalten. Ein «Neustart» nach vielen Jahrzehnten Stabilität steht uns somit bevor.
Auch wenn sich in der Therapie des Diabetes (sowohl des Typ 1, wie des Typ 2) viel Grundlegendes geändert hat in diesen 44 Jahren: die Themen rund um ein gutes Diabetesmanagement sind immer noch die gleichen. Die medizinische Therapie ist modern, patientenfreundlicher, erträglicher geworden – sie ermöglicht vielen Betroffenen mehr individuelle Freiheiten, verhindert oder verzögert das Auftreten von Spätschäden um Jahre. Doch neben der rein medizinischen Therapie bleiben immer auch die individuellen und sozialen Folgen einer chronischen Erkrankung: so werden bereits in der Nr. 1 die psychosozialen Aspekte des Diabetes mellitus beleuchtet, ein Thema das auch heute noch brandaktuell ist und uns täglich beschäftigt – z. B. in den Verhandlungen mit dem Bundesamt für Sozialversicherung für die Kostenübernahme der psychosozialen Beratungen. In der Nr. 100 dann das Thema «Dia­betes und Gewicht», brandaktuelles Thema in der nationalen Strategie zur Bekämpfung der nichtansteckenden chronischen Krankheiten (NCD-Strategie). In der Nr. 200 «Diabetes und Depression» – brandaktuell, hat doch das Bundesamt für Gesundheit beschlossen, dass das Thema psychische Gesundheit mit der NCD-Strategie eng verflochten werden soll.
Und seit November 2001 durfte ich selber für die Diabetes-Gesellschaft und somit auch administrativ für das «d-journal» verantwortlich zeichnen. Damals kam gerade das «d-journal» Nr. 152 heraus – also habe ich auch schon 98 Nummern auf dem Buckel.
Nun ist es wirklich Zeit für einen Stabwechsel. In der Gewissheit, dass eine neue Generation von engagierten und fähigen Personen bereitsteht, fällt es mir leicht, den Stab an Christine Leimgruber und Marius Gehrig zu übergeben. In der Gewissheit, dass auch in den kommenden Jahren grosse Fortschritte in der medizinischen Behandlung stattfinden werden. In der Gewissheit aber auch, dass die Menschen als Individuen und als Betroffene einer chronischen Krankheit immer Unterstützung brauchen werden, ganz im Sinne der NCD-Strategie, welche postuliert: «Mehr Menschen bleiben gesund oder haben trotz chronischer Krankheit eine hohe Lebensqualität. Weniger Menschen erkranken an vermeidbaren nichtübertragbaren Krankheiten oder sterben vorzeitig. Die Menschen werden unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status befähigt, einen gesunden Lebensstil in einem gesundheitsförderlichen Umfeld zu pflegen.»

Autor: Doris Fischer-Taeschler