Der Diabetes-Pass

Diesen Ausweis sollte jede Person mit Diabetes auf sich tragen oder zumindest bei jeder Kontrolle dem Arzt zum Nachtragen der aktuellen Befunde vorweisen. Ein korrekt geführter Pass gibt Ihnen Sicherheit und lässt Komplikationen rechtzeitig erkennen.

Der Aufbau des Diabetes-Passes

Der Diabetes-Pass wurde 1997 von Diabetologen und Diabetesbetroffenen innerhalb der Diabetes-Stiftung ausgearbeitet und 2013 in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe vollständig überarbeitet und ergänzt.

Persönliche Daten

In einem ersten Teil sind die persönlichen Daten einzutragen:
–    Wann wurde die Diagnose des Diabetes gestellt
–    Angaben zum behandelnden Arzt / zur behandelnden Ärztin
–    Wer ist in Notfällen zu informieren
–    Wo ist eine allfällige Patientenverfügung hinterlegt

Medikamente

Anschliessend befindet sich im Diabetes-Pass eine Medikamentenliste. Hier können verschriebene  und selbstgekaufte Medikamente aufgeführt, Medikamenten-Unverträglichkeiten notiert sowie die Kontaktangaben der Stammapotheke hinterlegt werden.

Blutzucker-Selbstmessung

Stellen Sie gemeinsam mit Ihren Arzt ein indivi­duell auf Sie zugeschnittenes Schema für Ihre Blutzucker-Selbstmessungen zusammen. Dieses kann im Diabetes-Pass notiert werden. Oder verwenden Sie in Rücksprache mit Ihrem Arzt ein für Sie passendes Standard-Schema, das im Pass ebenfalls aufgeführt wird.

Zusätzliche Informationen

Neu finden Sie im Diabetes-Pass auch Informa­tionen zu den Themen Autofahren, zur Diabetes-Schulung, zu Ihrem Selbstmanagement, wichtige Adressen sowie eine Vorlage für eine ärztliche Bescheinigung für Diabetes-Betroffene auf (Flug-)Reisen.

Wichtige Kontrollbesprechungen

Die umfassende Messung des HbA1c-Wertes, des Körpergewichts, des Blutdrucks und der Vermerk allfälliger Hypoglykämien unterstützt Sie darin zu beurteilen, ob Ihre Diabetes-Einstellung genügend ist oder verbessert werden muss. Gemeinsam mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin können Sie auch Ihre individuellen Ziele definieren und festhalten.

Jährliche Kontrollen

Mit dem Vorzeigen Ihres Diabetes-Passes erinnern Sie Ihren Arzt / Ihre Ärztin an die wichtigen jährlichen Kontrolluntersuchungen. Die Fusskontrolle, die Nierenkontrolle, die Kontrolle der Blutfette und weitere individuelle Kontrollen werden hierbei festgehalten. Ein genauer Augenbefund muss durch den Augenarzt/die Augenärztin erhoben werden.
Blutzucker-Tagebuch
In der blauen Ausgabe des Diabetes-Passes finden Sie zusätzliche Seiten, um Ihr persönliches Blutzucker-Tagebuch zu führen.

Fazit

Der Diabetes-Pass hilft Ihnen bei der Langzeitkontrolle Ihres Diabetes. Er ist handlich und kann jederzeit mitgetragen werden. Wichtig ist, dass Diabetes-Betroffene den Pass zu jeder Arztkontrolle mitnehmen, vorweisen und auf den Untersuchungen und Einträgen bestehen.
Der Pass (CHF 2.– / CHF 4.– mit BZ-Tagebuch) ist in Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich und kann bei jeder regionalen Diabetes-Gesellschaft bezogen werden. Es lohnt sich!

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